Eine Familien-, Eltern – oder Erziehungsberatung nach § 107 kann vom Gericht angeordnet werden, wenn es den Eltern nicht gelingt, Regelungen zu treffen und einzuhalten, die im besten Interesse des Kindes sind. Sie unterstützt Eltern dabei, den Blick auf die Bedürfnisse und Nöte ihrer Kinder zu richten. Ziel ist die Entlastung und Unterstützung der Kinder und somit die Sicherung des Kindeswohls.

Indikation

  • -Bei nicht funktionierenden Obsorge- und Kontaktrechtsregelungen
  • -Bei Uneinigkeit der Eltern über die Gestaltung der Elternschaft
  • -Bei gravierenden Problemen in der elterlichen Kommunikation und mangelnder Kooperation
  • -Bei Negieren kindlicher Entwicklungsbedürfnisse
  • -Im Falle hocheskalierter Konflikte zwischen den Eltern (Hochstrittigkeit)
  • -Im Zusammenhang mit Obsorge und Entziehung, nach Intervention des Kinderund Jugendhilfeträgers
  • -Wenn Anlass zur Sorge im Hinblick auf die Erziehungsfähigkeit der Eltern bzw. eines Elternteils besteht
  • -Bei länderübergreifenden Scheidungs- oder Trennungsprozessen

Beratungsschwerpunkte:

  • -Lebenssituation des Kindes
  • -Kindern helfen, die Trennung zu verarbeiten
  • -Verhaltens- und Reaktionsweisen der Kinder verstehen
  • -Bedürfnisse und Nöte der Kinder sehen

 

  • Neue Formen der elterlichen Kooperation: Entwicklung einer Perspektive: „Elternschaft NEU“, Anliegen der Eltern
  • Entwicklung gemeinsamer Beratungsthemen- bzw. Ziele

Kosten

70€ pro Einheit

Empfohlenes Stundenausmaß

10 Einheiten (50 min)

Setting

Gemeinsame Beratungsstunden beider Eltern
(Einzelstunden sind bei Bedarf auch möglich)
Kinder nehmen nicht an der Beratung teil

Weiterführende Informationen unter: